An einem strahlenden Morgen in der immer lebhaften Metropole New York, wo unerwartete Ereignisse fast zur Tagesordnung gehören, erschien Jesus Christus in einem ganz neuen Licht – oder eher in einem neuen Outfit. Hoch oben auf dem Chrysler Building, weit über den staunenden Augen der Pendler und Touristen, stand er in voller Kampfmontur: ein blitzender weißer Karate-Anzug mit einem schwarzen Gürtel, das rote Herz auf der Brust leuchtend wie ein Signal der Liebe.
Wie von himmlischen Regisseuren inszeniert, ergriff Jesus die Initiative. Mit einer Hand an das rote Herz auf seiner Brust gelegt, sprang er in die Luft und vollführte einen atemberaubenden Karatesprung. Die Einwohner von New York, die gerade noch ihren Morgenkaffee schlürften, wurden Zeugen, wie er durch die Luft wirbelte, elegant und präzise wie ein göttlicher Akrobat, der seine Routine zwischen den Wolkenkratzern ausführte.
Unten auf den Straßen, gepackt von Neugier und verwirrt durch das unerwartete Spektakel, zückten die Menschen ihre Smartphones. Hashtags wie #KarateJesus und #HeartoftheCity fluteten die sozialen Medien. „Jesus setzt heute auf Liebe und Karate!“, postete jemand, während ein anderer in ironischem Ton bemerkte: „Ist das der neueste Marvel-Held?“
Seine Route führte ihn über den Central Park und entlang des Broadways, bevor er schließlich am Times Square landete – dem pulsierenden Herzen der Stadt. Dort war er nicht nur von einer Menge faszinierter Zuschauer umgeben, sondern auch von einem Straßenkünstler, der zufällig ebenfalls als Jesus verkleidet war. Dieser trug jedoch nicht mehr als billige Plastiksandalen und einen offensichtlich falschen Bart.
Als der echte Jesus landete, wendete sich der Straßenkünstler-Jesus zu ihm und sagte trocken: „Bruder, du machst mir die Show kaputt.“
Jesus, mit einem milden Lächeln, das sowohl Verständnis als auch Mitgefühl ausdrückte, legte dem Doppelgänger die Hand auf die Schulter. „Wir alle haben unsere Rolle zu spielen“, antwortete er. „Und heute ist meine Rolle, die Kraft der Liebe durch Shotokan zu zeigen.“
Das Publikum, das diese kurze, aber herzliche Interaktion miterlebte, war nicht sicher, was sie mehr verblüffte: die Tatsache, dass Jesus Karate beherrschte oder dass er so menschlich und zugänglich schien. Mit einem letzten, spektakulären Kick in die Luft und einem liebevollen Nicken zum Doppelgänger verschwand Jesus so plötzlich, wie er gekommen war, hinterlassen in einer kleinen Wolke aus Rauch.
Die Menschen am Times Square klatschten, einige aus Bewunderung, andere einfach, weil sie Teil eines offensichtlich historischen Moments geworden waren. Handys senkten sich langsam, und während New York zu seinem üblichen Takt zurückkehrte, blieb eine Spur von Staunen, Fassungslosigkeit und doch ein bisschen mehr Liebe in der Luft hängen. Jesus hatte einmal mehr gezeigt, dass er in jeder Epoche und in jedem Outfit eine Botschaft zu überbringen hatte – selbst wenn es diesmal durch seine Love-Kicks geschah.

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